Italientrip1(md, kb) Nach lang ersehntem Wunsch, mit der eigenen Lizenz in der Hand eines Tages mit dem Motorsegler zum Gardasee zu fliegen, hat das lange Warten endlich ein Ende gefunden. Nach ausführlicher und intensiver Flugvorbereitung haben wir uns am 2. September mit unserer Super Dimona auf dem Weg nach Verona, Boscomantico (LIPN) für einen Tagesausflug gemacht.
Als wir am frühen Morgen den Flugplatz Unterwössen erreichten, haben wir zügig die letzten Vorbereitungen für den Hin- und Rückflug getroffen, um pünktlich um 0700Z zu starten. Nach letzten Absprachen mit Philipp, der uns noch Tipps gegeben hat, und Felix, welcher am selben Tag ebenfalls mit der Dynamic nach Verona geflogen ist, sind wir ins Flugzeug gestiegen und haben uns auf den Weg zur Piste 24 gemacht.
Mit dem iPad auf dem Schoß und der guten Laune im Gepäck sind wir letztendlich um kurz nach 09:00 Uhr (lokal) gestartet. Auf Höhe des Kaisers haben wir den Lotsen auf Innsbruck Radar kontaktiert, welcher uns auf Flugfläche 105 direkt zum Wegpunkt Breno geschickt hat. Italientrip2Von dort aus sind wir dann entlang der Städte Bozen und Trento zum Gardasee geflogen und konnten ein erstes Mal die schöne Aussicht genießen. Als wir das erste Mal bei Padova Information den italienischen Flugfunkverkehr gehört haben, hat dies ein erstes „Italienfeeling“ ausgelöst, welches von dem ersten Anblick des Lago di Gardas nochmals verstärkt wurde. Nach ca. 1:40h Flugzeit sind wir dann auf italienischem Boden gelandet.
Das schöne Gefühl beim Öffnen der Haube, wenn die warme, maritime Luft in die Nase strömt, lässt einen realisieren, dass man innerhalb von nur 1,5 Stunden Flugzeit die Alpen überquert hat.
Vom Flugplatz Boscomantico sind wir mit dem Taxi in die Stadtmitte gefahren und haben dort traditionell eine Pizza gegessen. Nach mehrmaligen Versuchen scheiterte die Umsetzung mit dem Bus zu fahren erneut und wir sind mit dem Taxi und etwas Fußmarsch am Gardasee angekommen. Dort haben wir uns ein Tretboot ausgeliehen und konnten auf dem Wasser relaxen. Nach einer entspannten Runde auf dem See und einem Eis, sind wir mit Felix und seinen Eltern - mit einem kleinem Abstecher zum Supermarkt, um italienische Spezialitäten zu kaufen - zurück zum Flugplatz gefahren. Anschließend haben wir Lande- und Abstellgebühren bezahlt und sind mit vertauschten Rollen (Pilot und Funker) in die Maschine gestiegen.
Am Rollhalt angekommenen, führten wir die letzten Checks durch, starteten die GoPros und waren „ready for departure“. Nachdem wir den Gardasee im magischen Anschein der untergehenden Sonne innerlich verabschiedeten und letzte Bilder schossen, ging es für uns wieder in Richtung Innsbruck. Von da an starteten wir mit unserem Sinkflug in Richtung Heimatflugplatz - Unterwössen.
Schließlich landeten wir, schlossen unseren Flugplan, räumten die Maschine wieder in die Halle und genossen unsere in Italien gekauften Spirituosen.

Die Flyingbengel :)

Fotos und Text: Marcell Dhillon und Keoni Bartrina